Das WLAN-Passwort sollte man ändern, sobald es zu viele Menschen kennen – zum Beispiel nach einem Umzug, nach dem Besuch vieler Gäste oder wenn ein Gerät abhandengekommen ist. Die gute Nachricht: Das dauert nur wenige Minuten. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr WLAN-Passwort ändern – bei der Fritzbox genauso wie bei anderen Routern.
| Schritt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 1 | Router-Adresse im Browser aufrufen (meist 192.168.1.1 oder fritz.box) |
| 2 | Mit den Router-Zugangsdaten anmelden (stehen auf der Router-Unterseite) |
| 3 | Menü WLAN bzw. Wireless und dort Sicherheit öffnen |
| 4 | Neues Passwort eingeben, WPA2 oder WPA3 wählen, speichern |
| 5 | Alle Geräte mit dem neuen Passwort neu verbinden |
Schritt 1: Router-Einstellungen öffnen
Verbinden Sie Ihr Handy oder Ihren Computer mit dem WLAN – oder per LAN-Kabel direkt mit dem Router. Öffnen Sie dann den Browser und geben Sie die Adresse Ihres Routers ein. Meist ist das 192.168.1.1 oder 192.168.0.1. Bei einer Fritzbox funktioniert zusätzlich die Adresse fritz.box. Funktioniert keine der Adressen, steht die richtige Adresse auf der Unterseite des Routers oder in dessen Anleitung. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum WLAN-Passwort ändern beschreibt den Ablauf zusätzlich mit Bildern.
Schritt 2: Am Router anmelden
Der Router fragt nun nach Benutzername und Passwort – gemeint ist hier das Router-Passwort, nicht das WLAN-Passwort. Die Zugangsdaten stehen in der Regel auf einem Aufkleber auf der Unterseite oder Rückseite des Routers. Bei vielen Geräten lautet der Benutzername „admin“. Haben Sie das Router-Passwort selbst geändert und vergessen, hilft nur noch der Reset: Halten Sie die Reset-Taste am Gerät einige Sekunden gedrückt, bis es auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird. Achtung: Dabei gehen alle eigenen Einstellungen verloren, auch das WLAN-Passwort wird auf den Standardwert zurückgesetzt.
Schritt 3: WLAN-Einstellungen finden
Nach der Anmeldung suchen Sie im Menü nach „WLAN“, „Wireless“ oder „Drahtlose Netzwerke“. Dort gibt es meist einen Unterpunkt wie „Sicherheit“ oder „WLAN-Sicherheit“. In diesem Bereich steht das aktuelle Passwort – oft im Feld „WLAN-Schlüssel“, „Passphrase“, „Netzwerkschlüssel“ oder einfach „Passwort“. Genau hier wird das neue Passwort eingetragen.
Schritt 4: Neues Passwort setzen und speichern
Geben Sie nun Ihr neues WLAN-Passwort ein und achten Sie auf zwei Dinge: Erstens sollte das Passwort stark sein – mindestens 12 Zeichen, am besten eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, und nichts, was leicht zu erraten ist (kein Geburtsdatum, kein Haustiername). Zweitens sollte die Verschlüsselung auf WPA2 oder – falls Ihr Router es anbietet – WPA3 stehen. Die alte Verschlüsselung WEP ist unsicher und sollte nicht mehr verwendet werden. Klicken Sie danach auf „Speichern“ oder „Übernehmen“. Der Router startet das WLAN in der Regel kurz neu.
Schritt 5: Alle Geräte neu verbinden
Nach der Änderung sind alle Geräte erst einmal offline – das ist normal und sogar gewollt. Verbinden Sie nun jedes Gerät neu: Handy, Laptop, Fernseher, Drucker, smarte Lautsprecher und alles andere, was im WLAN hängt. Wählen Sie dazu das WLAN aus, geben Sie das neue Passwort ein und speichern Sie es auf dem Gerät. Tipp: Beginnen Sie mit dem Gerät, das Sie gerade benutzen, und arbeiten Sie sich dann durch die Liste. Geräte, die Sie nicht mehr benutzen, bleiben einfach außen vor – genau das ist der Sinn der Aktion.
WLAN-Passwort oder Router-Passwort – was ist der Unterschied?
Die beiden Passwörter werden oft verwechselt, dabei haben sie ganz verschiedene Aufgaben. Das WLAN-Passwort brauchen Geräte, um sich mit dem Funknetz zu verbinden – es steht auf dem Router-Aufkleber und wird mit Gästen geteilt. Das Router-Passwort (auch Admin-Passwort) schützt die Einstellungen des Routers selbst: Nur wer es kennt, kann Passwörter, Namen oder Sicherheitseinstellungen ändern. Die beiden Passwörter sollten nicht identisch sein. Wer sein WLAN-Passwort ändert, ändert übrigens nicht automatisch das Router-Passwort – und umgekehrt.
Und der WLAN-Name?
Beim Ändern des Passworts fällt vielen auf: Auch der WLAN-Name – technisch SSID genannt – lässt sich im selben Menü ändern. Das ist optional, macht aber Spaß: Wer seinem Netz einen eigenen Namen geben möchte, findet Ideen in unserem Artikel Lustige WLAN-Namen: 60+ Ideen für Zuhause, WG & Nachbarn. Wichtig ist nur: Nach einer Namensänderung müssen sich die Geräte ebenfalls neu verbinden.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man das WLAN-Passwort ändern?
Es gibt keine feste Regel. Spätestens dann, wenn das Passwort zu vielen Menschen bekannt ist oder ein Gerät verloren ging, sollte man es sofort ändern. Ein regelmäßiger Wechsel, zum Beispiel einmal im Jahr, schadet nicht.
Was tun, wenn ich das Router-Passwort vergessen habe?
Dann hilft nur der Reset auf die Werkseinstellungen über die Reset-Taste am Gerät. Alle Einstellungen gehen dabei verloren und müssen neu eingerichtet werden – das WLAN-Passwort steht danach wieder auf dem Aufkleberwert.
Müssen nach der Änderung wirklich alle Geräte neu verbunden werden?
Ja. Jedes Gerät, das das alte Passwort gespeichert hat, verliert die Verbindung, bis das neue Passwort eingetragen wird. Das gilt auch für Fernseher, Drucker und smarte Geräte.
Was ist besser: WPA2 oder WPA3?
WPA3 ist der neuere und sicherere Standard. Wenn Ihr Router und Ihre Geräte WPA3 unterstützen, wählen Sie WPA3. Ansonsten ist WPA2 weiterhin eine gute und sichere Wahl – nur WEP sollte man meiden.
Kann ich das WLAN-Passwort auch per App ändern?
Bei vielen modernen Routern ja: Hersteller-Apps wie die Fritz!App oder die Apps der Internetanbieter bieten die Passwortänderung direkt an, ohne dass man die Browser-Adresse eingeben muss.



