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PayPal oder Klarna: Was ist besser?

PayPal oder Klarna – beim Bezahlen im Internet stehen Sie fast in jedem Onlineshop vor dieser Wahl. Beide versprechen sicheres Bezahlen, Käuferschutz und flexible Zahlung. Doch sie sind grundverschieden: PayPal ist ein Allrounder für Zahlungen aller Art, Klarna ist der Spezialist für „erst kaufen, später zahlen“. In diesem Vergleich zeigen wir, was beide für Käufer wirklich bieten – und wann sich welche Zahlungsart für Sie lohnt.

MerkmalPayPalKlarna
TypZahlungsdienst für alles: Onlinekauf, Geld senden, RatenzahlungSpezialist für flexibles Bezahlen: sofort, auf Rechnung oder in Raten
HerkunftUSA, weltweit in über 200 Märkten aktivSchweden, stark in Europa und den USA verbreitet
Zahlungsarten für KäuferGuthaben, Bankkonto, Kreditkarte, RatenzahlungSofortzahlung, Kauf auf Rechnung, Ratenkauf
KäuferschutzJa, für berechtigte KäufeJa, für berechtigte Käufe
Konto nötig?Ja, ein PayPal-KontoOft ohne dauerhaftes Konto, je nach Zahlungsart
BesonderheitGeld an Freunde senden, weltweit einsetzbarErst prüfen, dann zahlen – per Rechnung oder Raten
Kosten für KäuferStandardzahlungen in der Regel kostenlosSofort und Rechnung in der Regel kostenlos; Raten je nach Angebot mit Zinsen möglich

PayPal im Überblick: Der Allrounder

PayPal ist einer der bekanntesten Zahlungsdienste der Welt: In über 200 Märkten aktiv und mit mehr als 25 Währungen können Sie damit fast überall online bezahlen – vom kleinen Onlineshop bis zum großen Marktplatz. Sie hinterlegen einmal Bankkonto oder Kreditkarte, danach zahlen Sie mit E-Mail-Adresse und Passwort, ohne Ihre Bankdaten bei jedem Händler neu einzugeben. Dazu kommt das Senden von Geld an Freunde und Familie, etwa um eine Restaurantrechnung zu teilen.

Der größte Vorteil für Käufer ist der Käuferschutz: Kommt die Ware nicht an oder entspricht sie erheblich nicht der Beschreibung, können Sie einen Fall eröffnen und Ihr Geld zurückfordern – sofern die Bedingungen erfüllt sind. Die genauen Fristen und Voraussetzungen stehen in den PayPal-Nutzungsbedingungen, lesen Sie diese im Zweifel vor einem größeren Kauf. Auch die Sicherheit ist stark: PayPal nutzt Verschlüsselung, Betrugserkennung in Echtzeit und bietet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr Konto an. Wer PayPal übrigens gar nicht mehr nutzen möchte, findet in unserer Anleitung zum PayPal-Konto löschen die Schritte dazu.

Klarna im Überblick: Erst kaufen, später zahlen

Klarna kommt aus Schweden und hat sich auf flexibles Bezahlen spezialisiert – auf „Buy Now, Pay Later“, also erst kaufen und später zahlen. In Deutschland bietet Klarna unter anderem die Sofortzahlung, den Kauf auf Rechnung und den Ratenkauf an. Beim Kauf auf Rechnung erhalten Sie die Ware zuerst und zahlen erst später, in der Regel innerhalb einer Frist von 30 Tagen – praktisch, wenn Sie Kleidung erst anprobieren oder ein Produkt erst prüfen wollen. Beim Ratenkauf teilen Sie den Betrag in monatliche Raten auf.

Die Anmeldung läuft bequem per App, unter anderem mit biometrischem Login per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Auch Klarna bietet einen Käuferschutz für berechtigte Käufe und eine Streitbeilegung, wenn etwas mit der Bestellung nicht stimmt – auch hier gelten die Bedingungen des Anbieters. Einen Überblick über die aktuellen Zahlungsmöglichkeiten für Deutschland finden Sie direkt beim Anbieter (Klarna Deutschland).

Käuferschutz im Vergleich: Wer schützt besser?

Beide Anbieter bieten einen Käuferschutz für berechtigte Käufe an – aber sie funktionieren unterschiedlich. Bei PayPal ist der Käuferschutz das Herzstück: Er deckt Fälle ab, in denen die Ware nicht ankommt oder erheblich von der Beschreibung abweicht, und ist über Jahre hinweg zum Standard für viele Onlinekäufer geworden. Der Ablauf ist klar geregelt: Fall eröffnen, Nachweise liefern, Entscheidung abwarten.

Bei Klarna greift der Schutz vor allem in Kombination mit der Zahlungsart: Zahlen Sie auf Rechnung, zahlen Sie erst, wenn die Ware da und in Ordnung ist – bei Problemen können Sie die Zahlung zurückhalten, während der Fall geklärt wird. Das ist ein praktischer Vorteil, weil Ihr Geld bis zur Klärung bei Ihnen bleibt. Fazit: Wer vor allem Sicherheit beim Kauf selbst will, ist bei PayPal gut aufgehoben. Wer erst prüfen und dann zahlen will, profitiert von Klarnas Rechnungskauf.

Ratenkauf: Wann lohnt sich das – und wann nicht?

Beide Anbieter bieten Ratenzahlung an, aber Klarna ist hier der Spezialist: Ratenkauf ist sein Kerngeschäft, die Auswahl an Laufzeiten und Modellen ist entsprechend breit. PayPal bietet mit der Ratenzahlung ebenfalls eine Teilzahlung an, sie ist aber eher ein Zusatz zum normalen Bezahlen.

Wichtig bei jedem Ratenkauf: Prüfen Sie, ob Zinsen oder Gebühren anfallen – das hängt vom jeweiligen Angebot, der Laufzeit und Ihrer Bonität ab. Ein Ratenkauf lohnt sich für größere Anschaffungen, die Sie sich leisten können, aber nicht auf einmal zahlen wollen. Er lohnt sich nicht, um sich Dinge zu kaufen, die Sie sich eigentlich nicht leisten können: Mehrere Ratenkäufe nebeneinander summieren sich schnell zu einer monatlichen Belastung, die schwer zu überblicken ist. Faustregel: Wenn Sie die Rate nicht bequem aus Ihrem laufenden Einkommen zahlen können, lassen Sie es.

Kosten für Käufer: Was ist wirklich kostenlos?

Für Käufer sind die Standardzahlungen bei beiden Anbietern in der Regel kostenlos: Das Bezahlen per PayPal-Guthaben, Bankkonto oder Kreditkarte kostet Sie normalerweise nichts extra, genauso wie die Sofortzahlung oder der Kauf auf Rechnung bei Klarna. Geld verdienen beide Anbieter hauptsächlich auf Händlerseite, über Gebühren, die der Shop zahlt.

Aufpassen müssen Sie beim Ratenkauf und bei Währungsumrechnungen: Beim Ratenkauf können je nach Angebot Zinsen anfallen, und beim Bezahlen in Fremdwährung kann eine Umrechnungsgebühr dazukommen. Die genauen Konditionen stehen jeweils im Checkout, bevor Sie bestätigen – lesen Sie sie, bevor Sie auf „Jetzt kaufen“ klicken.

Entscheidungshilfe: Wann PayPal, wann Klarna?

  • PayPal wählen, wenn: Sie weltweit in vielen Shops bezahlen, Geld an Freunde senden oder den bewährten Käuferschutz für einen größeren Kauf nutzen wollen.
  • Klarna wählen, wenn: Sie erst prüfen und dann zahlen wollen (Rechnungskauf), einen Kauf in Raten aufteilen oder ohne dauerhaftes Konto schnell bezahlen möchten.
  • Beide nutzen, wenn: Sie je nach Situation entscheiden – PayPal für den internationalen Kauf mit Käuferschutz, Klarna für den Rechnungskauf im deutschen Onlineshop.
  • Keinen von beiden für Raten, wenn: Sie die monatliche Rate nicht sicher aus Ihrem Einkommen zahlen können – dann lieber sparen und später kaufen.

Häufige Fragen zu PayPal und Klarna

Was ist der Unterschied zwischen PayPal und Klarna?

PayPal ist ein allgemeiner Zahlungsdienst für Onlinekäufe, Geldtransfers und Ratenzahlung mit starkem Käuferschutz. Klarna ist spezialisiert auf flexibles Bezahlen – Sofortzahlung, Kauf auf Rechnung und Ratenkauf – nach dem Motto „erst kaufen, später zahlen“.

Ist Klarna sicher?

Ja. Klarna nutzt Verschlüsselung, Betrugserkennung und biometrische Anmeldung per App und bietet einen Käuferschutz für berechtigte Käufe. Wie bei jedem Zahlungsdienst gilt: Geben Sie Ihre Zugangsdaten niemals weiter und prüfen Sie Ihre Abbuchungen regelmäßig.

Ist PayPal oder Klarna kostenlos?

Standardzahlungen sind für Käufer bei beiden in der Regel kostenlos. Beim Ratenkauf können je nach Angebot Zinsen anfallen, und bei Fremdwährung kann eine Umrechnungsgebühr dazukommen – die Konditionen sehen Sie vor der Bestätigung im Checkout.

Kann ich mit Klarna auch ohne Konto zahlen?

Je nach Zahlungsart ja: Für den Kauf auf Rechnung oder die Sofortzahlung brauchen Sie oft kein dauerhaftes Klarna-Konto, die Zahlung läuft über den Checkout des Händlers. Für Ratenkäufe und die App-Nutzung ist in der Regel ein Konto nötig.

Was ist besser für den Kauf auf Rechnung?

Klarna: Der Rechnungskauf ist sein Kerngeschäft – Sie erhalten die Ware zuerst und zahlen später, in der Regel innerhalb von 30 Tagen. PayPal bietet keinen klassischen Rechnungskauf in dieser Form an.

Kann ich beide Zahlungsarten kombinieren?

Nicht in einer Bestellung – pro Kauf wählen Sie eine Zahlungsart. Sie können aber je nach Shop und Situation entscheiden: mal PayPal, mal Klarna. Ein Konto bei beiden Anbietern zu haben, schränkt Sie nicht ein.

Jonas Weber

Jonas Weber ist Wirtschaftsredakteur bei DeutschePulse. Er erklärt Geldthemen verständlich – von Steuern und Rente bis zu Unternehmen und Handel. Sein Anspruch: komplizierte Themen so aufbereiten, dass sie jeder versteht.

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