Lang Lang hat am Sonntag, 1. November 2026, in der Münchner Isarphilharmonie gespielt – und das Publikum bekam einen Klavierabend, der von Mozart bis Liszt reichte. Die Süddeutsche Zeitung lobte den Pianisten für seine Virtuosität zwischen „Donnern und feinsten Klaggespinsten“. Wer war dabei, was wurde gespielt – und wer ist Lang Lang eigentlich?
| Steckbrief: Lang Lang | |
|---|---|
| Name | Lang Lang (chinesisch 郎朗, Pinyin Láng Lǎng) |
| Geboren | 14. Juni 1982 in Shenyang, China |
| Instrument | Klavier |
| Bekannt für | Weltstar der Klassik, expressive und theatralische Interpretationen |
| Ausbildung | Zentrales Musikkonservatorium Peking, Curtis Institute of Music in Philadelphia |
| Durchbruch | 1999 als Einspringer beim Ravinia Festival mit Tschaikowskys 1. Klavierkonzert |
| Konzert in München | 1. November 2026, Isarphilharmonie (Gasteig HP8), Hans-Preißinger-Straße 8 |
| Programm | Mozart, Beethoven, Albéniz, Granados, Liszt – Zugabe: Debussys „Clair de lune“ |
| Privat | Verheiratet mit der Pianistin Gina Alice Redlinger seit 2019 |
Das Programm in München
Lang Lang begann den Abend mit Mozarts Rondo KV 485 – klanglich schlank, aber nie neckisch, wie die Kritik festhielt. Danach folgte Beethoven: der Kopfsatz der „Pathétique“ op. 13, gespielt mit großem Zugriff, und die vorletzte Klaviersonate op. 110, deren Adagio er als breite, namenlose Kantilene ausspielte.
In der zweiten Hälfte ging es in den Süden: Musik von Isaac Albéniz und Enrique Granados, dann Franz Liszt – zum Schluss die „Consolation“ Nr. 2 und die Tarantella aus „Venezia e Napoli“. Als Zugabe spielte Lang Lang Claude Debussys „Clair de lune“, das er laut Kritik als „riesenhaften Klangraum“ gestaltete.
Der Abend verlief übrigens ruhiger als Lang Langs letztes Konzert in München 2024: Damals hatte ein Feueralarm – ein Fehlalarm – das Konzert abrupt unterbrochen. Lang Lang kam damals noch einmal auf die Bühne zurück, wiederholte die unterbrochene Chopin-Polonaise und gab zwei Zugaben, vor allerdings stark gelichteten Reihen. Dieses Mal blieb es bei kleinen Störungen: Husten in leisen Stellen, ein nicht abgestelltes Handy und begeistertes Zwischenklatschen.
Wer ist Lang Lang?
Lang Lang wurde am 14. Juni 1982 in Shenyang in China geboren. Sein Vater Lang Guoren ist Musiker und spielt Erhu, ein traditionelles chinesisches Streichinstrument. Die berühmte Anekdote seiner Kindheit: Mit zwei Jahren sah er im Fernsehen eine „Tom und Jerry“-Folge, in der Tom Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 spielt – und wollte daraufhin Klavier lernen.
Mit drei Jahren bekam er Unterricht bei Zhu Ya-Fen, mit fünf gewann er den Klavierwettbewerb von Shenyang und spielte sein erstes öffentliches Recital. Mit neun Jahren ging er ans Zentrale Musikkonservatorium in Peking, mit elf gewann er seinen ersten internationalen Preis in Ettlingen. Von 1997 bis 2002 studierte er am Curtis Institute in Philadelphia bei Gary Graffman.
Der Durchbruch kam 1999, als er mit 17 Jahren beim Ravinia Festival kurzfristig für den erkrankten André Watts einsprang und mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach Tschaikowskys 1. Klavierkonzert spielte. Seitdem gehört er zu den gefragtesten Pianisten der Welt und spielte unter anderem als erster chinesischer Pianist mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern.
Die Isarphilharmonie: Lang Langs Münchner Bühne
Die Isarphilharmonie im Gasteig HP8 in der Hans-Preißinger-Straße 8 ist das Zuhause der Münchner Philharmoniker und eine der wichtigsten Konzertbühnen der Stadt. Für Lang Lang ist München kein Neuland: Er gastiert regelmäßig in der Stadt, und die Münchner Philharmoniker zählen ihn in der Saison 2026/27 wieder zu ihren Gastsolisten.
Wer den Klavierabend am 1. November verpasst hat, muss nicht lange warten: Die Isarphilharmonie hat in den kommenden Wochen ein volles Programm, unter anderem mit den Münchner Philharmonikern und weiteren Klavierabenden.
Häufige Fragen zu Lang Lang in München
Wann hat Lang Lang in München gespielt?
Am Sonntag, 1. November 2026, in der Isarphilharmonie im Gasteig HP8.
Was hat Lang Lang in München gespielt?
Mozarts Rondo KV 485, Beethovens „Pathétique“ und die Sonate op. 110, dazu Albéniz, Granados und Liszt. Als Zugabe gab es Debussys „Clair de lune“.
Wie alt ist Lang Lang?
Lang Lang wurde am 14. Juni 1982 geboren – er ist 44 Jahre alt.
Woher kommt Lang Lang?
Er wurde in Shenyang in China geboren und lebt heute in New York. Er ist mit der Pianistin Gina Alice Redlinger verheiratet.
Warum ist Lang Lang so berühmt?
Wegen seiner technischen Brillanz und seiner ausdrucksstarken, theatralischen Art zu spielen – und wegen eines frühen Durchbruchs mit 17 Jahren, der ihn über Nacht weltbekannt machte.
Mehr zur Biografie des Pianisten steht auf der deutschsprachigen Wikipedia-Seite zu Lang Lang. Der Münchner Klavierabend hat wieder gezeigt, warum sein Name im Trend liegt: Wenn Lang Lang spielt, wird darüber gesprochen.



